Warum jetzt die Zeit ist, unabhängig von US Marketing Software zu werden
Europäische Unternehmen stehen vor einer neuen Herausforderung: EU Marketing Alternativen finden . Die Abhängigkeit von amerikanischer Software wie Google Analytics, Salesforce oder Mailchimp birgt nicht nur datenschutzrechtliche Risiken, sondern auch seit ein paar Tagen auch strategische Unsicherheiten.
Bisher lag der Fokus vor allem auf den strengen europäischen Datenschutzvorgaben und der rechtlichen Unsicherheit, die sich aus Urteilen wie Schrems II ergab. Diese Entscheidung des EuGH hat deutlich gemacht, dass der Einsatz vieler US-Dienste problematisch ist, da personenbezogene Daten in die USA übertragen werden und dort nicht dem gleichen Schutzniveau unterliegen wie in Europa. Infolgedessen haben europäische Datenschutzbehörden begonnen, Tools wie Google Analytics für unzulässig zu erklären.
Aber wenn wir mal ehrlich sind: Dass US Software im Marketing europäischer Unternehmen verloren hat, hat bisher niemand so wirklich interessiert. Zwar achten viele Unternehmen mittlerweile mehr auf den Datenschutz, bauen Cokkie Banner auf ihre Website wo vorher keine waren oder stellen auf Anfrage automatisiert Informationsdokumente bereit. Aber wenn man mal eine Opt-In E-Mail geschickt hat, interssierte sich bisher eher die Konkurrenz mit einer Abmahnung dafür, als dass das E-Mail Tool eine existenzielle Bedrohung für das Unternehmen im Marketing wäre.
Die Zeiten der amerikanischen Marketing Software sind aber gezählt. Spätestens seit geopolitische Spannungen und politische Entwicklungen in den USA zunehmen, wird immer klarer: Die Abhängigkeit von amerikanischer Software stellt ein erhebliches Risiko für europäische Unternehmen dar. Was passiert, wenn Elon Musk morgen aufwacht und Trump sagt, er solle nur noch radikale Postings auf den Social Media Plattformen zulassen? Würden sich europäische Marken gerne neben Hetze und Hass ausspielen lassen? Und was passiert, wenn europäische Geschäfte von Heute auf Morgen den Zugang zu ihren Marketing Tools verlieren – vielleicht mit dem Hintergedanken, die amerkanische Konkurrenz zu helfen? Oder vielleicht auch einfach ohne Hintergedanken, einfach weil dem amerkanischen Präsidenten danach ist?
Wie können Unternehmen sicherstellen, dass ihre digitale Infrastruktur auch dann funktioniert, wenn globale Handelsbeziehungen ins Wanken geraten?
Derzeit arbeiten wir mit einem unserer größeren Kunden daran, die gesamte Marketing-Softwarestruktur so umzustellen, dass das Unternehmen nicht nur datenschutzkonformer agiert, sondern auch unabhängiger wird. Das Ziel: eine widerstandsfähige Marketing Software Landschaft, die auch dann weiterläuft, wenn US-Anbieter ihre Dienste für europäische Kunden einschränken oder verteuern.
Doch einfach auf europäische Alternativen umzusteigen, ist nicht so leicht. Der Wechsel auf eine neue Software bedeutet oft nicht nur technische, sondern auch organisatorische Umstellungen. Zudem gibt es für einige essenzielle Programme – etwa Betriebssysteme wie Windows oder Werbeplattformen wie Google Ads – schlichtweg kaum gleichwertige Alternativen.
In diesem Ratgeber zeigen wir detailliert, welche Marketing-Tools sich problemlos durch europäische Lösungen ersetzen lassen, wo noch Lücken bestehen und in welchen Bereichen Europa dringend aufholen muss, um langfristig unabhängiger von US-Anbietern zu werden.
Wenn du auch Tools kennst, die wir aufnehmen sollten, schreibe uns gerne über das Kontaktformular.
Wie du in unserer Datenschutzerklärung sehen kannst, nutzen wir auch fast ausschließlich amerikanische Marketing Software. Und gerade als Marketing Beratung ist es schwer, gegen die gute Marketing Konkurrenz ohne die besten Daten und Software-Möglichkeiten anzukommen. Wir haben uns aber jetzt dafür entschieden, auch im Sinne unseres Ansatzes Marketing für Morgen selbst auch unsere Marketing Struktur zu ändern und die Umstellung auf europäische Software voranzutreiben. Außerdem nehmen wir die Erkenntnisse die wir von unseren Kunden haben auf und veröffentlichen Sie auf dieser Seite und geben Updates. Wenn du auch Tools kennst, die wir hier noch nicht auflisten, aber gute Alternativen sind, sag uns Bescheid. Falls du in einem Unternehmen arbeitest, das Probleme mit der Umstellung hat, können wir auch im begrenzten Rahmen und je nach Verfügbarkeit auch eine Erst Beratung kostenfrei anbieten. Kontaktiere uns über das Kontaktformular und mache ein Termin mit uns aus.
Tracking: Europäische Google Analytics Alternativen
Google Analytics ist das weltweit meistgenutzte Website-Analysetool. Es liefert umfangreiche Daten über Website-Besucher, Conversion-Tracking, Kampagnen und vieles mehr. Doch der Dienst überträgt Nutzerdaten in die USA und speichert sie auf Google-Servern – damit entsteht ein Konflikt mit der DSGVO. Seit dem Wegfall des Privacy Shield (durch das Schrems-II-Urteil) fehlt eine valide Rechtsgrundlage für diesen Datentransfer. EU-Datenschützer warnen, dass der Einsatz von Google Analytics gegen die DSGVO verstoßen könnte, da US-Behörden potenziell Zugriff auf die Daten erhalten.
Gleichzeitig ist Google Analytics für die meisten Unternehmen, mit denen wir arbeiten, das Fundament für datengetriebene Marketing-Entscheidungen. Unabhängig von der Datenschutzfrage wäre eine Sperrung von Google Analytics für europäische Firmen eine Katastrophe. Von einem Moment auf den anderen wäre nicht mehr nachvollziehbar, wie viele Besucher auf die Website kommen, woher sie stammen und wie sie sich auf der Seite verhalten. Zudem fungiert Google Analytics fast immer als zentraler Hub für weitere Anwendungen und Marketing-Plattformen – allen voran Google Ads. In Kombination mit dem Google Tag Manager kommt heutzutage kaum eine europäische Firma mit einem professionellen Marketingansatz ohne Google aus.
Nutze Matomo, Plausible oder Analytics Suite statt Google Analytics
Vorweg: Keine der Alternativen zu Google Analytics bietet den gleichen Funktionsumfang – und schon gar nicht kostenlos. Besonders die datengetriebene Modellierung und die nahtlose Integration mit Google Ads sowie der gesamten Google Marketing Plattform machen den Wechsel zu einer anderen Lösung besonders anspruchsvoll. Wenn du jedoch bereit bist, auf einige Business-Funktionen zu verzichten und stattdessen mehr Unabhängigkeit von Google suchst, gibt es dennoch einige empfehlenswerte Alternativen für deine Website. Hier sind die besten Optionen, die wir guten Gewissens empfehlen können:
Matomo – Open-Source Web Analytics aus der EU
Matomo (ehemals Piwik) gehört zu den etabliertesten Alternativen zu Google Analytics und bietet eine umfassende Web-Analyse mit verschiedenen Hosting-Optionen. Unternehmen können Matomo entweder auf eigenen Servern betreiben (Self-Hosting) oder als Cloud-Service nutzen, wobei die Serverstandorte innerhalb der EU liegen. Ein wesentlicher Vorteil ist die vollständige Datenhoheit, da sämtliche erhobenen Informationen beim Website-Betreiber verbleiben. Dadurch ist es möglich, Matomo so zu konfigurieren, dass keine Drittanbieter-Cookies gesetzt werden, wodurch in vielen Fällen auf Zustimmungsbanner verzichtet werden kann. Diese strenge Einhaltung der Datenschutzvorgaben macht Matomo besonders für Unternehmen interessant, die eine DSGVO-konforme Lösung benötigen.
Abgesehen von den Datenschutzaspekten bietet Matomo viele Funktionen, die aus Google Analytics bekannt sind. Dazu gehören Echtzeit-Statistiken, detaillierte Analysen zu Traffic-Quellen, Kampagnen-Tracking, Zielvorhaben, ein integrierter Tag Manager und benutzerdefinierte Berichte. Ein großer Vorteil gegenüber Google Analytics ist die uneingeschränkte Datenspeicherung, da Matomo keine Stichproben oder Obergrenzen für Datenpunkte setzt. Dadurch lassen sich auch große Datenmengen präzise auswerten, ohne dass künstliche Einschränkungen die Analysequalität beeinträchtigen.
Trotz dieser umfangreichen Funktionen gibt es einige Unterschiede zu Google Analytics. Die Oberfläche von Matomo ist nicht so intuitiv und aufgeräumt wie die von Google, was die Einarbeitung etwas erschwert. Zudem fehlen einige fortgeschrittene Features wie prädiktive Analysen oder eine direkte Integration mit Google Ads. Dies kann für Unternehmen, die stark auf die Verknüpfung von Werbedaten angewiesen sind, eine Herausforderung darstellen. Der Cloud-Service von Matomo ist kostenpflichtig, wobei die Preise bei etwa 19 Euro pro Monat für kleine Websites beginnen. Die Self-Hosting-Variante erfordert hingegen technisches Know-how und laufende Wartung, da Updates und Sicherheitsmaßnahmen eigenständig durchgeführt werden müssen.
Der Wechsel von Google Analytics zu Matomo ist in der Regel gut machbar, allerdings mit etwas Aufwand verbunden. Matomo bietet eine Import-Funktion, mit der bestehende Google-Analytics-Daten migriert werden können, sodass frühere Website-Analysen nicht verloren gehen. Dafür muss ein API-Schlüssel von Google generiert werden, mit dem Matomo die vorhandenen Daten abrufen kann. Alternativ lassen sich neue Tracking-Skripte parallel zu Google Analytics einbinden, um eine schrittweise Umstellung vorzunehmen. Dies ermöglicht es, die Datenqualität in beiden Systemen über einen bestimmten Zeitraum hinweg zu vergleichen, bevor vollständig auf Matomo umgestellt wird.
Matomo wird bereits von zahlreichen Unternehmen und Behörden, darunter auch die Europäische Kommission, genutzt. Wer sich für eine langfristige, unabhängige Analyse-Lösung interessiert und bereit ist, entweder technisches Wissen oder ein monatliches Budget für den Cloud-Service einzuplanen, findet in Matomo eine leistungsstarke Alternative zu Google Analytics.
Feature | Vorteile von Matomo | Nachteile von Matomo |
---|---|---|
Datenhoheit & Kontrolle | Vollständige Kontrolle über die Daten (Self-Hosting möglich) | Selbst gehostete Lösung erfordert technischen Aufwand |
Datenschutz | DSGVO-konform, keine Drittanbieter-Cookies notwendig | Keine automatische Zertifizierung wie bei großen US-Anbietern |
Hosting | Cloud-Option mit Servern in der EU verfügbar | Cloud-Version ist kostenpflichtig (ab ca. 19 Euro pro Monat) |
Tracking-Funktionen | Detaillierte Analysen, Echtzeit-Tracking, Kampagnen-Tracking | Fehlende KI-gestützte prädiktive Analysen |
Integration | Open-Source, anpassbar für individuelle Anforderungen | Keine direkte Verknüpfung mit Google Ads oder GA4-Daten |
Tag Manager | Eigenständiger Matomo Tag Manager vorhanden | Weniger verbreitet, dadurch geringere Community-Unterstützung |
Datenverarbeitung | Unbegrenzte Datenspeicherung, keine Stichprobenbildung | Kann hohe Serverlast verursachen, wenn große Datenmengen erhoben werden |
Import-Funktion | Google-Analytics-Datenimport möglich | Migration benötigt API-Schlüssel und manuelle Einrichtung |
Usability & Design | Umfangreiche Individualisierungsmöglichkeiten | Weniger intuitive Benutzeroberfläche als Google Analytics |
Preisgestaltung | Self-Hosting kostenlos, Cloud-Variante bietet transparente Kosten | Cloud-Nutzung je nach Traffic schnell teurer als Google Analytics |
Plausible Analytics – Open Source und flexibel anpassbar
Plausible Analytics wurde 2018 in Estland gegründet und verfolgt den Ansatz einer Open-Source-Web-Analyse, die ohne invasive Tracking-Methoden auskommt. Statt personenbezogener Daten werden aggregierte Statistiken erfasst. Eine Besonderheit ist die Möglichkeit, die Software entweder selbst auf eigenen Servern zu hosten oder als gehosteten Dienst mit Serverstandorten in der EU zu nutzen.
Durch den minimalistischen Ansatz benötigt Plausible kein Cookie-Banner und lässt sich problemlos in Websites integrieren. Die Plattform bietet alle essenziellen Metriken wie Seitenaufrufe, Verweildauer, Referrer-Quellen und Kampagnentracking. Besonders nützlich ist die Option, Besucherzahlen öffentlich freizugeben, was für Blogs oder Organisationen mit Transparenzanspruch interessant sein kann.
Ein Vorteil gegenüber anderen Analyse-Tools ist die geringe Skriptgröße von unter 1 KB, wodurch die Ladezeiten der Website kaum beeinflusst werden. Allerdings fehlen einige Funktionen, die in Google Analytics Standard sind, darunter detaillierte Nutzerprofile, geräteübergreifendes Tracking und komplexe Funnel-Analysen. Die Kosten für den Cloud-Service beginnen bei etwa 9 Euro pro Monat, während die Self-Hosting-Variante technisches Know-how und eigene Server-Ressourcen erfordert.
Plausible eignet sich besonders für Betreiber von Blogs, inhaltsgetriebenen Websites oder kleinere Unternehmen, die eine einfache und datensparsame Web-Analyse-Lösung suchen.
Fathom Analytics – Performance-orientiert und einfach zu nutzen
Fathom Analytics verfolgt ein ähnliches Konzept, legt jedoch den Fokus noch stärker auf Performance und Benutzerfreundlichkeit. Während Plausible als Open Source-Software auch selbst gehostet werden kann, ist Fathom ausschließlich als gehosteter Dienst verfügbar. Die Plattform ermöglicht eine europäische Serveroption, sodass Unternehmen innerhalb der EU eine datenschutzkonforme Wahl haben.
Wie Plausible arbeitet Fathom ohne Cookies und setzt auf eine anonymisierte Datenerfassung, um Besucherzahlen und grundlegende Interaktionsmetriken zu messen. Das Tracking-Skript ist besonders leicht und für eine schnelle Ladezeit optimiert. Die Benutzeroberfläche ist bewusst einfach gehalten und liefert übersichtliche Statistiken zu Seitenaufrufen, Verweildauer und Referrer-Quellen.
Im Vergleich zu umfangreicheren Analyse-Tools verzichtet Fathom auf detaillierte Nutzerverfolgung, Funnel-Analysen oder E-Commerce-spezifische Features. Dies kann für Unternehmen, die detaillierte Kundenprofile oder eine tiefere Segmentierung benötigen, eine Einschränkung darstellen. Die Preise für den Dienst richten sich nach dem monatlichen Traffic, beginnend bei etwa 14 Dollar pro Monat.
Fathom ist besonders für Unternehmen geeignet, die eine unkomplizierte und ressourcenschonende Alternative zu Google Analytics suchen, ohne sich mit komplexen Konfigurationen oder technischen Anforderungen auseinandersetzen zu müssen.
Noch mehr europäische Google Analytics Alternativen
Die Tools waren bisher nichts für dein Use Case oder dein Unternehmen? Dan schau dir an, ob die anderen, bekannteren Alternativen etwas für dich sein könnten. Beachte aber, dass wir selbst diese Tools noch nicht selbst genutzt haben und daher nur selbst in unserer Recherche die Meinung anderer Nutzer aufnehmen konnten.
eTracker (Deutschland)
Das in Hamburg entwickelte Analyse-Tool ist eine der bekanntesten deutschen Alternativen zu Google Analytics. eTracker setzt auf vollständige DSGVO-Konformität und verzichtet standardmäßig auf Cookies, wodurch oft kein Cookie-Banner erforderlich ist. Die Lösung wurde mit dem TÜV-Datenschutzsiegel zertifiziert und hostet alle Daten ausschließlich in deutschen Rechenzentren. Ein besonderer Vorteil ist die breite Funktionspalette, die neben klassischen Web-Analysen auch spezielle E-Commerce-Auswertungen umfasst. Allerdings handelt es sich um eine kommerzielle Software ohne Open-Source-Komponente, und die Kosten variieren je nach gewähltem Paket.
Piwik PRO (Polen/Deutschland)
Piwik PRO ist aus dem ursprünglichen Open-Source-Projekt Piwik hervorgegangen und bietet eine Enterprise-Analytics-Suite, die sowohl on-premise als auch in einer EU-Cloud betrieben werden kann. Die Plattform richtet sich insbesondere an Unternehmen mit hohen Anforderungen an Datenschutz und erweiterte Funktionen. Zu den Vorteilen gehören umfassende Enterprise-Features wie SharePoint-Integration, erweiterte Benutzerrechteverwaltung und SLA-Support. Zudem gibt es eine kostenlose Core-Analytics-Version für kleinere Websites bis zu einer bestimmten Traffic-Grenze. Der Nachteil liegt in der begrenzten Open-Source-Natur: Obwohl Piwik PRO auf dem Open-Source-Projekt Piwik basiert, ist es selbst nicht mehr vollständig quelloffen und primär auf größere Unternehmen ausgerichtet.
Simple Analytics (Niederlande)
Simple Analytics verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie Plausible und legt den Fokus auf eine minimalistische, datenschutzfreundliche Analyse. Es werden keine persönlichen Daten erfasst, sondern lediglich aggregierte Statistiken. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich gestaltet und eignet sich besonders für Nutzer, die eine einfache Lösung ohne komplexe Konfigurationsmöglichkeiten suchen. Allerdings ist das Tool kostenpflichtig, da es keine kostenlose Version oder Self-Hosting-Option gibt.
Analytics Suite (AT Internet, Frankreich)
AT Internet, mittlerweile Teil von Piano Analytics, bietet eine umfassende Web-Analyse-Lösung, die vor allem von großen Unternehmen genutzt wird. Die Daten werden ausschließlich in Frankreich gehostet und unterliegen damit strengen Datenschutzrichtlinien. Als Enterprise-Produkt bietet die Analytics Suite eine Vielzahl an erweiterten Funktionen, darunter tiefgehende Nutzeranalysen und erweiterte Reporting-Optionen. Die Komplexität der Plattform macht sie allerdings weniger für kleinere Unternehmen oder Einzelanwender geeignet. Zudem spiegelt sich der Enterprise-Fokus in der Preisgestaltung wider, die sich hauptsächlich an größere Organisationen richtet.
Performance Marketing: Europäische Alternativen zu Google Ads
Für viele europäische Unternehmen ist Google Ads nicht nur eine Marketing-Plattform, sondern eine essenzielle Lebensader. Gerade im Performance-Marketing, wo es darauf ankommt, genau in dem Moment sichtbar zu sein, wenn ein potenzieller Kunde eine Kaufentscheidung trifft, gibt es praktisch keine echte Alternative. Google dominiert den Suchmaschinenmarkt mit einem Anteil von weit über 90 Prozent – wer also nicht in den organischen Ergebnissen weit oben rankt, ist auf Google Ads angewiesen, um überhaupt sichtbar zu sein.
Besonders kleine und mittelständische Unternehmen, die keine starken Marken aufgebaut haben, können es sich schlicht nicht leisten, rein in Brand-Marketing zu investieren. Sie brauchen direkten Traffic von kaufbereiten Nutzern, und den gibt es nur bei Google. Während große Konzerne zusätzlich TV-Werbung, Social Media und andere Kanäle nutzen können, um ihren Namen in die Köpfe der Kunden zu bringen, sind kleinere Unternehmen darauf angewiesen, dass sie genau dann erscheinen, wenn jemand aktiv nach ihren Produkten oder Dienstleistungen sucht. Wenn Google Ads wegfällt oder sich drastisch verteuert, trifft es genau diese Unternehmen am härtesten.
Wir wollen den Teufel nicht an die Wand malen, aber: Sollte es in Zukunft dazu kommen, dass europäische Unternehmen für die Nutzung amerikanischer Werbeplattformen pauschale Abgaben zahlen müssen – beispielsweise 35 Prozent auf jede Google-Ads-Ausgabe –, wäre das für viele Betriebe schlicht nicht tragbar. Wer bisher mit einer Marge von 15 bis 20 Prozent arbeitet, kann sich keine zusätzlichen Kosten in dieser Höhe leisten. Ein solches Szenario wäre kein abstraktes Risiko, sondern ein potenzieller Todesstoß für zahlreiche Firmen, die auf Google Ads als wichtigsten Kundenkanal angewiesen sind. Selbst Größen wie Zalando und Otto würden hier dann vor Amazon einknicken.
Deswegen gibt es keine gute Alternative zu Google Ads
Das Problem ist, dass es keine einfache Alternative gibt. Andere Suchmaschinen wie Bing oder DuckDuckGo spielen im Vergleich zu Google kaum eine Rolle, und selbst wenn sie Werbeoptionen anbieten, ist das Suchvolumen dort viel zu gering, um den Wegfall von Google Ads auszugleichen. Auch Social-Media-Werbung kann Google nicht ersetzen – Facebook und Instagram eignen sich zwar gut für Branding oder Impulskäufe, aber nicht, wenn jemand gezielt nach einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung sucht.
Für europäische Unternehmen bedeutet das: Solange Google sein Monopol in der Suche hält, gibt es keinen echten Ersatz für Google Ads. Und genau das macht die Situation so gefährlich. Wer komplett von Google abhängig ist, hat keinerlei Plan B, falls sich die Bedingungen plötzlich ändern. Werbeanzeigen, die über Jahre optimiert wurden, könnten von einem Tag auf den anderen nicht mehr schaltbar sein oder nur noch mit massiven Aufschlägen funktionieren. Die steigenden Klickpreise in den letzten Jahren haben bereits gezeigt, dass Google kein Problem damit hat, die Kosten für Werbetreibende schrittweise in die Höhe zu treiben – und es gibt keine Garantie, dass dieser Trend sich nicht weiter verschärft.
PPC Alternative zu Google Ads | Dienst im Hintergrund | Info |
---|---|---|
Microsoft Advertising (Bing Ads) | Bing, Yahoo | US-Anbieter, nutzt Bing und Yahoo für Suchanzeigen, aber deutlich weniger Reichweite als Google. |
Amazon Advertising | Amazon | US-Anbieter, nur für E-Commerce relevant, da Werbung direkt in der Amazon-Suche ausgespielt wird. |
Yahoo Native Ads | Yahoo | US-Anbieter, begrenzte Reichweite, aber eine Alternative für Nischenmärkte. |
DuckDuckGo Ads | Microsoft Advertising | US-Anbieter, Datenschutzfreundlich, nutzt jedoch Microsofts Werbenetzwerk. |
AdRoll | Google, andere Netzwerke | US-Anbieter, Retargeting-Plattform, die im Hintergrund Google und andere Werbenetzwerke nutzt. |
LinkedIn Ads | Microsoft | US-Anbieter, seit Übernahme durch Microsoft Teil des Microsoft Advertising Netzwerks, primär für B2B-Marketing. |
Reddit Ads | US-Anbieter, Community-orientierte Anzeigen, aber keine echte Suchmaschinen-Alternative. |
Deine Marketing Strategie muss für den Ernstfall vorbereitet sein
Da sowohl Bing als auch LinkedIn zu Microsoft gehören, sind sie streng genommen keine echten Alternativen zu Google Ads – schließlich handelt es sich dabei ebenfalls um US-Plattformen, die denselben Abhängigkeiten unterliegen. Wer sich aus strategischen Gründen von Google lösen möchte, macht sich mit Microsoft Advertising oder LinkedIn Ads nur von einem anderen amerikanischen Anbieter abhängig, anstatt wirklich eine europäische Lösung zu nutzen.
Wie weiter unten noch genauer erklärt wird, lassen sich Social-Media-Ads außerdem nicht einfach mit Google Ads gleichsetzen oder austauschen. Die Nutzer sind auf verschiedenen Plattformen in völlig unterschiedlichen Phasen ihrer Kaufentscheidung. Während Google Ads vor allem Menschen erreicht, die aktiv nach einem Produkt oder einer Dienstleistung suchen und damit eine hohe Kaufabsicht haben, werden Nutzer auf LinkedIn oder anderen Social-Media-Kanälen oft mit Werbung konfrontiert, während sie andere Inhalte konsumieren – ohne dass sie gerade eine konkrete Kaufabsicht haben.
Es ist auch nicht realistisch, dass eine europäische Suchplattform wie Ecosia in absehbarer Zeit einen relevanten Marktanteil gewinnen wird. Selbst wenn sie weiter wächst, wird ihr Einfluss auf den Suchmarkt wohl kaum über ein paar Prozent hinausgehen. Da es momentan keine wirkliche Alternative zu Google Ads gibt, musst du deine Marketingstrategie an diese Tatsache anpassen.
Das bedeutet konkret: Versuche, Kunden, die bereits mit deinem Unternehmen vertraut sind und deine Website immer wieder über Google suchen, gezielt über andere Kanäle zu erreichen. Ein effektiver Ansatz ist beispielsweise, Bestandskunden durch Newsletter zum Kauf zu bewegen, anstatt sie immer wieder über teure Google-Anzeigen zurückzuholen. Das stärkt nicht nur deine Markenbindung, sondern macht dein Marketing langfristig profitabler. Zalando setzt beispielsweise stark auf diese Strategie und belohnt Kunden mit Gutscheinen für eine einfache Newsletter-Anmeldung. Mehr zu diesem Thema erfährst du in unserem Ratgeber.
Das löst aber leider immer noch nicht das Problem, wie du neue Kunden auf dich aufmerksam machst. Und hier gibt es keine einfache Antwort – anders als bei anderen Software-Alternativen, wo sich ein Tool oft relativ leicht durch ein anderes ersetzen lässt. Du wirst nicht darum herumkommen, neue Kanäle zu testen und herauszufinden, ob du deine Zielgruppe nicht auch über andere Wege – etwa durch Flyer, Messen oder Direktvertrieb – kosteneffizient erreichen kannst.
Falls du in einem großen Unternehmen arbeitest, gibt es sicherlich Möglichkeiten, euch schrittweise weniger abhängig von Google Ads zu machen. Als Selbstständiger oder kleiner Betrieb sieht das jedoch anders aus. Performance-Marketing ohne Google Ads ist extrem schwierig, und selbst mit professioneller Unterstützung ist nicht garantiert, dass dein Business ohne Google Ads genauso profitabel laufen wird. Deshalb unser Tipp: Teste nebenbei alternative Kanäle, aber halte an Google Ads fest, solange du musst und kannst. Denn leider bleibt Google Ads in vielen Fällen die einzige wirklich effektive Möglichkeit, kaufbereite Kunden direkt anzusprechen.
Teste Remarketing und PPC Content Marketing statt Google Ads zu nutzen
Was viele kelinere Betriebe gar nicht nutzen, sind Remarketing Kampagnen oder Tools zur verbreitung von sogenannten Native Ads. Das sind Anzeigen, die du entweder erhältst, nachdem du schon auf der WEbsite eines Unternehmen warst dun diese nun versuchen, dich zurück zu bekommen oder dazu zu bringen, noch einen Artikel zu kaufen (deswegen Remarketing). ODer Anzeigen, die du oft unter Zeitungsartikeln siehst und fast so aussehen, als wären es weitere Zeitungsartikel (sie fügen sich nativ dem Content ein).
Beide Varianten sind etwas anders aufgebaut als SEA Suchanzeigen wie Google Ads, aber lohnen sich ggf. um sie zu testen. Falls du Google Performanc eMax Kampagnen nutzt, sind diese Art von Anzeigen übrigens auch schon Teil der Werbung, die Google für dich ausspielt. Es gibt aber auch andere Anbieter als Google:
Taboola – Native Advertising als ergänzende Alternative zu Google Ads
Taboola ist keine direkte Alternative zu Google Ads im Bereich der Suchmaschinenwerbung, bietet aber als Native-Advertising-Plattform eine Möglichkeit, Traffic und Sichtbarkeit außerhalb des Google-Ökosystems zu generieren. Besonders für Unternehmen, die auf Retargeting setzen oder ihre Marke durch Content-Discovery stärken möchten, kann Taboola eine sinnvolle Ergänzung sein.
Taboola wurde 2007 in Israel gegründet und hat sich auf Native Ads spezialisiert – also Werbeeinblendungen, die sich optisch an den redaktionellen Inhalt von Nachrichtenseiten und Blogs anpassen. Diese Anzeigen erscheinen oft unter Artikeln mit Überschriften wie „Das könnte Sie auch interessieren“ oder „Empfohlene Artikel“. Durch Partnerschaften mit Medienhäusern wie Spiegel Online, Bild.de, The Guardian oder Le Monde erreicht Taboola täglich hunderte Millionen Nutzer.
Im Gegensatz zu Google Ads setzt Taboola nicht auf Suchanzeigen, sondern auf Content-Discovery. Das bedeutet, dass Nutzer nicht aktiv nach einem Produkt oder einer Dienstleistung suchen, sondern Werbung in ihrem Leseumfeld sehen. Die Platzierung ähnelt dem Google Display Netzwerk oder Facebook Ads – also Plattformen, auf denen Nutzer durch gezieltes Targeting angesprochen werden, während sie andere Inhalte konsumieren.
Obwohl Taboola keine Suchintention abdeckt, kann es dennoch für Performance-Marketing eine sinnvolle Rolle spielen, insbesondere in Kombination mit Retargeting-Strategien. Werbetreibende können Taboola nutzen, um mit kostengünstigen Klickpreisen Traffic auf ihre Website zu lenken und diese Besucher dann durch gezieltes Remarketing über Google oder Facebook erneut ansprechen.
Gerade für Unternehmen, die hohe Kosten in der Google-Suche haben oder durch Algorithmus-Updates an Sichtbarkeit verlieren, kann Taboola eine Möglichkeit sein, Nutzer auf anderem Wege in den Marketing-Funnel zu bringen. Besonders gut funktioniert Taboola für:
- Content-getriebene Kampagnen: Unternehmen, die mit Blogartikeln, Ratgeber-Inhalten oder Advertorials arbeiten, können über Taboola kostengünstig Besucher gewinnen.
- E-Commerce und Performance Marketing: Werbetreibende können gezielt Nutzer ansprechen, die sich für bestimmte Themen interessiert haben, um sie später mit personalisierten Angeboten zurückzuholen.
- Branding und Reichweite: Durch Platzierungen auf bekannten Nachrichtenseiten kann Taboola helfen, eine Marke stärker sichtbar zu machen.
Taboola arbeitet nach dem klassischen CPC-Modell, wobei Werbetreibende ein Gebot für den maximalen Klickpreis abgeben. Die tatsächlichen Klickpreise variieren je nach Wettbewerb und Zielgruppe, liegen aber oft zwischen 0,10 € und 0,50 € pro Klick – in stark umkämpften Branchen kann es auch teurer werden.
Während Google Ads oft teurer ist, bietet Taboola eine Möglichkeit, kostengünstig Traffic aufzubauen. Allerdings ist die Conversion-Rate oft niedriger, da die Nutzer keine direkte Kaufintention haben. Viele Unternehmen kombinieren Taboola daher mit Retargeting-Strategien, um den Traffic später effizient zu monetarisieren.
Trotz vieler Vorteile gibt es auch Herausforderungen. Da Taboola im offenen Internet operiert und Werbung auf Publisher-Seiten ausspielt, besteht ein gewisses Risiko, dass Anzeigen auf weniger hochwertigen Webseiten erscheinen. Werbetreibende sollten daher gezielt Blacklists nutzen, um unseriöse Partner auszuschließen.
Ein weiterer Punkt ist die Abhängigkeit von einem weiteren großen Player. Zwar ist Taboola kein US-Unternehmen, doch es handelt sich trotzdem um eine proprietäre Plattform, die im Wesentlichen ein eigenes geschlossenes Werbenetzwerk bildet. Eine vollständige Unabhängigkeit von Google oder Meta wird dadurch nicht erreicht – vielmehr verschiebt sich die Abhängigkeit auf einen anderen Anbieter.
Criteo – Retargeting und Commerce Ads als Performance Max Alternative
Criteo ist eines der bekanntesten europäischen Ad-Tech-Unternehmen und spezialisiert sich auf Retargeting sowie personalisierte Display-Werbung. Besonders für E-Commerce-Unternehmen bietet Criteo eine leistungsfähige Möglichkeit, Besucher erneut anzusprechen und über das offene Internet gezielt Werbung auszuspielen. Neben klassischem Retargeting hat sich Criteo zu einer umfassenden „Commerce Media Platform“ entwickelt, die auch Prospecting-Kampagnen, Retail Media auf großen Online-Marktplätzen und Audience Match für kundendatenbasierte Werbung anbietet.
Criteo ermöglicht es Werbetreibenden, personalisierte Anzeigen an Nutzer auszuspielen, die zuvor eine Website besucht oder Interesse an bestimmten Produkten gezeigt haben. Dieses dynamische Retargeting funktioniert, indem Produktdaten (z. B. über einen Produkt-Feed) mit Criteo synchronisiert werden. Das System analysiert, welche Produkte ein Nutzer angesehen hat, und spielt daraufhin gezielt Anzeigen mit genau diesen Produkten auf anderen Websites aus.
Neben Retargeting bietet Criteo auch Prospecting-Kampagnen an, bei denen potenzielle Neukunden durch Datenanalyse und Lookalike-Modelle angesprochen werden. Unternehmen können so gezielt Nutzer erreichen, die Ähnlichkeiten mit bestehenden Kunden aufweisen oder die aktuell Interesse an bestimmten Kategorien zeigen. Darüber hinaus ermöglicht Criteo Werbeplatzierungen direkt auf E-Commerce-Plattformen wie Zalando oder Otto.de, wodurch gezielt kaufbereite Nutzer angesprochen werden können.
Criteo arbeitet nicht innerhalb eines geschlossenen Systems, sondern nutzt das offene Internet. Das bedeutet, dass Anzeigen auf Nachrichtenseiten, Blogs, Apps, Videoplattformen und anderen Websites ausgespielt werden. Unternehmen müssen nicht mit einzelnen Publishern direkt verhandeln, sondern profitieren von Criteos globalem Netzwerk, das nach eigenen Angaben über 19.000 Publisher umfasst und Zugang zu rund 2 Milliarden Nutzern bietet.
Im Unterschied zu Plattformen wie Taboola, das ein festes Netzwerk hat, agiert Criteo als ein Bieter in offenen Werbemärkten und kann auf eine Vielzahl von Werbeplätzen zugreifen. Die Anzeigen erscheinen dabei oft auf hochwertigen Publisher-Seiten, da Criteo enge Beziehungen zu Premium-Werbeflächen hat und für viele Publisher als zentrale Demand-Quelle dient.
Criteo wird oft als Alternative zu Google Ads im Bereich des Display-Retargetings genutzt. Wer bisher über Google Ads Remarketing betreibt, kann Criteo als Ersatz oder Ergänzung nutzen, um dieselben Besucher erneut anzusprechen – allerdings außerhalb des Google-Ökosystems.
Auch für Unternehmen, die von steigenden Google-Ads-Kosten betroffen sind, kann Criteo eine Möglichkeit bieten, gezielt Nutzer über alternative Werbeflächen anzusprechen. Während Google Ads sich besonders für Suchanzeigen eignet, spielt Criteo seine Stärken im Bereich Display-Werbung aus, wo es mit einem ausgefeilten Algorithmus für personalisierte Anzeigen punktet.
Criteo arbeitet größtenteils auf CPC-Basis, wobei Unternehmen ein Gebot für den maximalen Klickpreis festlegen können. In den letzten Jahren hat Criteo jedoch vermehrt auf optimierte Modelle umgestellt, bei denen Gebote automatisch anhand von Ziel-KPIs wie ROAS (Return on Ad Spend) oder CPA (Cost per Acquisition) angepasst werden.
Die Klickpreise hängen stark von der Branche und dem Wettbewerb ab. In E-Commerce-Bereichen liegen die CPCs oft zwischen 0,20 € und 0,50 €, während sie in Finanz- oder Technik-Bereichen auch über 1 € steigen können. Viele Unternehmen setzen Criteo ein, um kostengünstig Besucher zurück auf ihre Website zu bringen und den Werbeerfolg durch KI-gestützte Optimierung zu steigern.
Während Criteo insbesondere für Performance-Marketing genutzt wird, gibt es auch Unternehmen, die über das Netzwerk Branding-Kampagnen schalten. Allerdings liegt der Fokus des Systems klar auf messbaren Conversions, weshalb reine Image-Kampagnen eher eine untergeordnete Rolle spielen.
Als europäisches Unternehmen unterliegt Criteo der DSGVO und dem französischen Datenschutzrecht. Im Gegensatz zu vielen US-Anbietern sind daher keine transatlantischen Datenflüsse erforderlich, und Verträge können vollständig innerhalb der EU abgewickelt werden.
Dennoch wurde Criteo in der Vergangenheit von Datenschutzbehörden überprüft, insbesondere im Zusammenhang mit der Erfassung von Nutzerverhalten für gezielte Werbung. Um DSGVO-Konformität sicherzustellen, arbeitet Criteo mit Einwilligungsmanagement-Plattformen (CMPs) zusammen und verarbeitet personenbezogene Daten in der Regel nur, wenn eine entsprechende Zustimmung vorliegt.
Technisch basiert das Tracking von Criteo aktuell noch auf Third-Party-Cookies, die jedoch durch browserseitige Restriktionen zunehmend an Bedeutung verlieren. Um weiterhin effektives Retargeting zu ermöglichen, entwickelt Criteo neue Lösungen wie kontextbezogene Werbung oder Tracking-Alternativen auf Login-Basis.
Criteo lässt sich in zahlreiche E-Commerce- und Marketing-Plattformen integrieren, darunter Shopify, Magento und Adobe. Das Unternehmen bietet APIs für individuelle Anpassungen und kann mit anderen Werbesystemen wie Google Analytics oder verschiedenen Data-Management-Plattformen (DMPs) verbunden werden.
Unternehmen, die bereits mit Google Ads oder Facebook Ads arbeiten, können Criteo ergänzend nutzen, um sich breiter aufzustellen und Nutzer über alternative Kanäle zu erreichen. Gerade für Händler, die auf dynamisches Retargeting angewiesen sind, bietet Criteo eine ausgereifte Lösung, um Kunden gezielt mit relevanten Anzeigen anzusprechen.
E-Mail Marketing aus Europa: MailChimp und Salesforce einfach ersetzen
Während es bei Google Ads oder Retargeting-Technologien kaum Alternativen gibt, ist der Wechsel eines Newsletter-Tools vergleichsweise unkompliziert. Im Gegensatz zu Werbeplattformen, bei denen Netzwerke und Algorithmen den Erfolg beeinflussen, hängt E-Mail-Marketing vor allem von den eigenen Kundenlisten und Inhalten ab. Fast alle Anbieter unterstützen standardisierte Importe und Exporte von Kontaktdaten, sodass bestehende Abonnenten einfach migriert werden können. Auch in der Funktionalität ähneln sich viele Dienste: Ob Drag-&-Drop-Editor, automatisierte Kampagnen oder A/B-Tests – die Kernfunktionen sind oft identisch.
Fast alle europäischen Anbieter gewährleisten eine zuverlässige Zustellung von E-Mails, bieten einfache Newsletter-Anmeldeformulare und ermöglichen die Automatisierung von Kampagnen. Ein Umstieg bedeutet daher keine Abstriche in der Nutzererfahrung, sondern bietet im Gegenteil die Möglichkeit, sich von US-Plattformen zu lösen und gleichzeitig Kosten und Datenschutzanforderungen besser zu kontrollieren.
MailerLite - unsere Lieblinsgalternative zu MailChimp aus der EU
MailerLite wurde 2010 in Litauen gegründet und hat sich in den letzten Jahren als eine der beliebtesten Newsletter-Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen etabliert. Der Fokus liegt auf einer einfachen, modernen Benutzeroberfläche, die es auch Einsteigern leicht macht, professionelle E-Mail-Kampagnen zu erstellen.
Neben klassischen Funktionen wie Drag-&-Drop-Editor, Automatisierungen und A/B-Tests bietet MailerLite auch Landing-Page-Builder, Pop-ups und sogar eine Website-Erstellungsfunktion. Besonders für Unternehmen, die noch keine separate Landing-Page-Lösung haben, ist das ein interessantes Feature.
Ein großer Vorteil von MailerLite ist das großzügige Preismodell: Bis zu 1.000 Abonnenten und 12.000 E-Mails pro Monat sind kostenlos. Wer mehr Empfänger verwalten oder erweiterte Funktionen wie erweiterte Automatisierungen, AB-Tests oder eigene Templates nutzen möchte, kann ab ca. 10 € pro Monat für 500 Abonnenten upgraden.
Das Unternehmen wirbt explizit mit DSGVO-Konformität, da alle Server in der EU stehen und keine Daten in die USA übermittelt werden. MailerLite ist daher eine beliebte Wahl für kleine und mittlere Unternehmen, die eine günstige und flexible Alternative zu Mailchimp suchen.
Brevo (ehemals Sendinblue) als ganzes CRM Tool aus Deutschland und Frankreich
Brevo, früher bekannt als Sendinblue, ist ein französisch-deutscher Anbieter, der sich nicht nur auf E-Mail-Marketing, sondern auf eine komplette Marketing-Suite spezialisiert hat. Neben dem klassischen Newsletter-Versand bietet Brevo integrierte CRM-Funktionen, SMS-Marketing, WhatsApp-Kampagnen und sogar eine Sales-Pipeline-Funktion für Unternehmen, die ihre Vertriebsprozesse optimieren möchten.
Ein großer Vorteil von Brevo ist das Preismodell, das sich nicht nach der Anzahl der Abonnenten richtet, sondern nach dem E-Mail-Volumen. Das bedeutet, dass Unternehmen beliebig viele Kontakte speichern können, ohne sofort in einen höheren Tarif wechseln zu müssen. Die kostenlose Version erlaubt bis zu 300 E-Mails pro Tag, während die kostenpflichtigen Tarife ab 19 € pro Monat starten.
Die Server von Brevo befinden sich in Deutschland, und das Unternehmen ist TÜV-zertifiziert für Datensicherheit. Dadurch eignet sich Brevo hervorragend für DSGVO-konformes E-Mail-Marketing. Die vielseitigen Funktionen machen es zu einer der besten Alternativen für Unternehmen, die neben klassischen Newslettern auch Marketing-Automatisierung und Multichannel-Kampagnen nutzen möchten.
Einfaches Newsletter Marketing mit CleverReach
CleverReach ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen, das sich auf einfaches und effizientes E-Mail-Marketing spezialisiert hat. Besonders bekannt ist CleverReach für seine intuitive Benutzeroberfläche und zahlreiche vorgefertigte Design-Vorlagen, mit denen sich in wenigen Minuten professionelle Newsletter erstellen lassen.
Neben klassischen Newsletter-Funktionen bietet CleverReach auch automatisierte Kampagnen, Segmentierungen und eine Vielzahl von Integrationen für gängige E-Commerce- und CRM-Systeme. Unternehmen können ihre E-Mail-Listen mit Shopify, WooCommerce, Magento oder Salesforce verbinden und so zielgerichtete Marketingmaßnahmen umsetzen.
Ein weiteres Highlight ist das transparente und flexible Preismodell: Bis zu 250 Empfänger mit maximal 1.000 E-Mails pro Monat sind kostenlos. Ab 1.000 Empfängern starten die Tarife bei ca. 15 € pro Monat. CleverReach eignet sich besonders für kleine und mittlere Unternehmen, die eine einfache, aber leistungsstarke Lösung mit klarer Preisstruktur und DSGVO-konformer Datenverarbeitung suchen.
Anbieter | Herkunft | Besonderheiten | Kosten | Gratis-Version |
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MailerLite | Litauen | Einfache Bedienung, Landing-Pages, Website-Builder | Ab 10 €/Monat (bis 500 Abonnenten) | Ja (bis 1.000 Abonnenten, 12.000 Mails/Monat) |
Brevo (Sendinblue) | Frankreich/Deutschland | E-Mail, SMS, CRM, WhatsApp-Marketing | Ab 19 €/Monat | Ja (300 E-Mails/Tag) |
CleverReach | Deutschland | Benutzerfreundlich, viele Vorlagen | Ab 15 €/Monat (bis 1.000 Empfänger) | Ja (bis 250 Empfänger, 1.000 Mails/Monat) |
Social Media Ads: Die Alternativen zu Anzeigen auf Facebook, Instagram und TikTok
Obwohl der Markt für soziale Netzwerke klar von globalen US-Anbietern dominiert wird, existieren in Europa durchaus Plattformen, die zumindest in bestimmten Regionen oder Zielgruppen eine Rolle spielen. Für Unternehmen ist es häufig sinnvoll, genau hinzuschauen, ob eine spezialisierte europäische Alternative den eigenen Marketingbedürfnissen gerecht werden kann. Daneben lohnt es sich, klassische Social-Media-Werbung mit anderen Maßnahmen zu kombinieren. Wie imme gilt es herauszufinden, wo sich deine Zielgruppe noch aufhalten könnte.
Xing als Alternative zu LinkedIn
LinkedIn ist unbestritten das weltweit führende Business-Netzwerk. Es ermöglicht professionellen Austausch, Personalrekrutierung und B2B-Marketing auf globaler Ebene. In vielen Branchen ist LinkedIn praktisch gesetzt, wenn man Fach- und Führungskräfte ansprechen will. Unternehmen im deutschsprachigen Raum wünschen sich jedoch häufig eine Plattform, die regionale Besonderheiten stärker berücksichtigt und weniger stark von einem US-Anbieter abhängt.
Xing wurde in Deutschland gegründet und fokussiert sich auf den DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz). Damit treffen Unternehmen hier auf eine Zielgruppe, die gezielt nach regionalen Stellenangeboten oder Kooperationspartnern sucht.
Regional fokussiertes Recruiting
Wenn dein Unternehmen vorrangig im DACH-Raum agiert, kannst du auf Xing Stellenanzeigen schalten, Active Sourcing betreiben oder in entsprechenden Gruppen Fach- und Führungskräfte ansprechen, die du bei LinkedIn womöglich gar nicht erreichen würdest.Datenspeicherung und Rechtslage
Da Xing in Deutschland beheimatet ist, unterliegt es deutschen und europäischen Datenschutzrichtlinien. Damit entfällt für viele Unternehmen der umfangreiche Aufwand, der sonst anfällt, um US-Datentransfers abzusichern.Etabliertes Netzwerk
Xing ist vor allem in mittelständischen Unternehmen und im Regional-Business in Deutschland verankert. Wer also nicht unbedingt internationale Märkte ins Visier nimmt, kann mit Xing eine solide Basis für Geschäftskontakte und Employer Branding aufbauen.
Trotzdem bleibt LinkedIn unschlagbar, wenn es um globale Reichweite und internationale B2B-Netzwerke geht. Xing kann LinkedIn in diesem Bereich nicht vollständig ersetzen, bietet aber eine sinnvolle Ergänzung, wenn die Rekrutierung und das Business-Netzwerk auf den DACH-Raum begrenzt ist.
Wenn du im B2B-Bereich deine Abhängigkeit von PPC-Plattformen insgesamt reduzieren möchtest, solltest du alternative Vertriebskanäle wie Messeauftritte und den Direktvertrieb in Betracht ziehen. Nach der Corona-Pandemie sind in vielen Branchen neue Messen entstanden, die wertvolle Gelegenheiten für persönliche Geschäftsbeziehungen bieten. Und auch wenn wir als Marketing-Berater es ungern zugeben: In manchen Fällen kann es sinnvoller sein, in einen Vertriebsmitarbeiter oder ein Vertriebsteam zu investieren, anstatt das gesamte Budget in die nächste LinkedIn-Kampagne zu stecken. Gerade im B2B-Bereich sind direkte Kontakte oft nachhaltiger und führen langfristig zu stabileren Kundenbeziehungen als reine Online-Werbung.
Europäische Instagram Ads? Das ist schwedische Musik!
Instagram ist Teil des Meta-Konzerns und vereint eine der weltweit größten Communities für visuelle Inhalte. Unternehmen aus den Bereichen Mode, Beauty, Reisen oder Essen profitieren enorm von Instagram Ads, da Nutzer direkt in den Bildern oder Stories über Produkte informiert werden. Gleichzeitig herrscht hier eine gewisse Monopolstellung im Bereich des „visual social commerce“, wodurch viele Marken gezwungen sind, sich mit den Regeln und steigenden Kosten von Meta zu arrangieren.
Wer sich zumindest teilweise von Instagram lösen möchte, sollte sich bewusst machen, dass die Nutzerintention auf Instagram vor allem auf Inspiration und Unterhaltung ausgerichtet ist. Um das gleiche Gefühl zu vermitteln, braucht es kreative Konzepte außerhalb des Social-Media-Kosmos:
Native Advertising
Anstatt Werbeanzeigen in einem sozialen Netzwerk zu schalten, kannst du Advertorials oder Sponsored Posts bei europäischen Online-Portalen, Magazinen und Blogs buchen. Das funktioniert besonders gut, wenn du Mode- oder Lifestyle-Produkte vermarktest. Denkbar sind etwa Kooperationen mit Mode-Bloggern, die ihre Beiträge auf eigenen Plattformen veröffentlichen, statt sie nur über Instagram zu verteilen.Print- und Online-Magazine
Viele Menschen, die sich für Mode und Lifestyle interessieren, kaufen noch immer Zeitschriften oder besuchen regelmäßig Webseiten großer Modemagazine. Durch Anzeigen oder gesponserte Artikel in entsprechenden Magazinen erreichst du eine ähnliche Zielgruppe wie auf Instagram, ohne dich Meta auszusetzen.Content-Kooperationen
Modeshootings oder interaktive Rubriken in etablierten Online-Portalen können dir helfen, deine Kollektionen professionell in Szene zu setzen. Werden diese Inhalte zusätzlich in Newsletter-Kampagnen der Kooperationspartner integriert, schaffst du zusätzliche Reichweite ohne Meta.
Unser Tipp: Vergleiche die Nutzerdaten von Instagram und Spotify – du wirst feststellen, dass die europäische Nutzerschaft beider Plattformen nahezu identisch ist. Das eröffnet eine interessante Möglichkeit für dein Marketing: Statt dich ausschließlich auf visuelle Inhalte zu konzentrieren, lohnt es sich, ansprechende Audio-Werbung zu testen. Mit professionell produzierten Sprachaufnahmen kannst du gezielt Spotify-Nutzer erreichen und möglicherweise nachhaltiger im Gedächtnis bleiben als mit der x-ten Anzeige, die inmitten eines überladenen Instagram-Feeds zwischen belanglosen oder kontroversen Inhalten untergeht.
Instagram, Facebook und WhatsApp liegen allesamt in den Händen eines einzigen Konzerns (Meta). Für Unternehmen stellt das ein großes Risiko dar, wenn sich etwa AGBs ändern oder höhere Werbepreise eingeführt werden. Zudem ist unklar, in welchem Umfang Kundendaten in KI-Modellen verwertet werden. Wer hier eine exit-Strategie sucht, sollte mit Native Ads und Content-Kooperationen zumindest einen Teil seiner Abhängigkeit abbauen.
Ersetze Facebook in deinem Marketing mit Europäischem Ersatz
Apropops Meta: Während Jüngere zunehmend auf TikTok oder Instagram aktiv sind, ist Facebook nach wie vor in der Altersgruppe 40+ fest verankert. Unternehmen nutzen Facebook Ads häufig, um diesen Teil der Bevölkerung zu erreichen. Zugleich ergeben sich hier ähnliche Probleme: Abhängigkeit von Meta, Unsicherheit über Datenverwertung und steigende Werbekosten.
Lokale Medien und Tageszeitungen
Anders als jüngere Nutzer sind ältere Menschen oft noch stark an Printmedien gebunden. Wer etwa ein Produkt für Senioren anbietet, kann Anzeigen in regionalen Tageszeitungen oder lokalen Wochenblättern schalten. Auch spezielle Online-Portale für diese Zielgruppe bieten Möglichkeiten für Banner- oder Native-Advertising.Gemeinde- oder Vereinsstrukturen
Viele ältere Personen sind in örtlichen Vereinen, Seniorengruppen oder Gemeindekreisen engagiert. Ein Sponsoring, eine Anzeige in Vereinsheften oder ein Info-Stand bei lokalen Veranstaltungen kann effektiver sein als ein Facebook-Post.E-Mail-Newsletter
E-Mail ist bei vielen Menschen mittleren Alters bis hin zu Senioren längst angekommen. Regelmäßige Newsletter mit Mehrwert, etwa Produkttipps oder Veranstaltungshinweisen, fördern die Kundenbindung und sind ein zuverlässig kalkulierbarer Marketing-Kanal.
All diese Ansätze erfordern zwar mehr individuelle Abstimmung, können aber genauso erfolgreich sein wie Facebook Ads. Außerdem entgehen Unternehmen damit den Schwankungen und Richtlinienänderungen, die der Meta-Konzern vorgibt.
Europäische Social Media Management Plattformen
Es ist zwar schwirig, ganz auf Meta oder TikTok zu verzichten: Du kannst aber dein Social Tracking und die PLanung weg von den PLattformen verlagern und eigene Dienste nutzen. Viele Unternehmen verwenden auch schon Tools wie HubSpot, um die Daten, Upload-Planungen und die eRstellung von Posts zu vereinfachen, aber leider kommt HubSpot auch aus den USA:
Tool | Herkunft | Funktionen | Preismodell | DSGVO-Konformität |
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Metricool | Spanien |
- Social-Media-Planung und Analyse - Google Business & Twitch-Unterstützung - Umfassende Werbeanzeigen-Analyse (Google & Meta) |
Gratis-Version (1 Marke), ab ca. 16 €/Monat für 5 Marken | Ja, EU-Server |
Kontentino | Slowakei |
- Kollaborative Workflows für Teams - Planung von Instagram Stories & Reels - KI-gestützte Textoptimierung |
Ab 16 €/Monat pro Nutzer | Ja, EU-Server |
Agorapulse | Frankreich |
- Social Inbox für alle Kanäle - Erweitertes Community Management - Umfangreiche Performance-Reports |
Ab 79 €/Monat für 2 Nutzer | Ja, EU-Server & eigenes Trust Center |
Hola, Metricool! Die Alternative zu HubSpotund Buffer aus Spanien
Metricool stammt aus Spanien und ist eine der beliebtesten europäischen Social-Media-Management-Plattformen für kleine Unternehmen, Agenturen und Content Creator. Das Tool ermöglicht es, Beiträge für verschiedene Plattformen (Facebook, Instagram, LinkedIn, Twitter, TikTok, Pinterest und sogar Twitch) zentral zu planen und zu analysieren.
- Breite Plattformunterstützung: Neben klassischen Social Networks kann Metricool auch mit Google Business Profile und Twitch verbunden werden – eine Funktion, die viele Konkurrenten nicht bieten.
- Umfangreiche Analytics: Neben Social-Media-Posts analysiert Metricool auch die Performance von Webseiten, Google Ads und Facebook Ads, was es zu einer ganzheitlichen Marketing-Plattform macht.
- Attraktives Preismodell: Es gibt eine kostenlose Version für Einsteiger (1 Marke), während Premium-Pläne ab ca. 16 €/Monat für bis zu 5 Marken starten – und damit günstiger sind als Hootsuite oder Sprout Social.
- Einfache Bedienung: Die Plattform ist intuitiv gestaltet, sodass sich auch Nutzer ohne große Vorkenntnisse schnell zurechtfinden.
Da Metricool in der EU entwickelt und gehostet wird, unterliegt es den europäischen Datenschutzbestimmungen und ist eine der besten Alternativen für Unternehmen, die Social-Media-Management effizient gestalten möchten, ohne auf US-Anbieter angewiesen zu sein.
Dobrý deň Kontentino – Kollaborative Social-Media-Planung aus der Slowakai
Kontentino aus der Slowakei ist besonders für Agenturen und Social-Media-Teams gedacht, die gemeinsam an Inhalten arbeiten und einen strukturierten Freigabeprozess benötigen. Während Hootsuite oft als überladen und teuer kritisiert wird, setzt Kontentino auf eine schlanke, effiziente Plattform mit starkem Fokus auf Teamwork.
- Kollaborative Workflows: Beiträge können intern abgestimmt, kommentiert und vom Kunden freigegeben werden, bevor sie veröffentlicht werden.
- Instagram Stories & Reels Planung: Kontentino erlaubt es, nicht nur klassische Posts, sondern auch Instagram Stories und Reels direkt im Tool zu planen – eine Funktion, die nicht alle Wettbewerber bieten.
- KI-gestützte Textoptimierung: Das Tool enthält eine Funktion, die automatisch Texte analysiert und Verbesserungsvorschläge macht.
- Preislich attraktiver als Hootsuite: Während Hootsuite für einen Nutzer rund 99 €/Monat kostet, startet Kontentino bereits ab 16 €/Monat pro Nutzer, was es zu einer deutlich günstigeren Option für kleine und mittelgroße Teams macht.
Bonjour Agorapulse – Social-Media-Management für größere Unternehmen
Agorapulse ist eine aus Frankreich stammende Plattform, die sich an größere Unternehmen richtet, die eine umfangreiche Social-Media-Strategie betreiben. Neben klassischer Inhaltsplanung bietet Agorapulse auch leistungsstarke Community-Management-Funktionen, mit denen sich Kommentare, Nachrichten und Erwähnungen auf allen Plattformen effizient verwalten lassen.
- Social Inbox für alle Kanäle: Unternehmen können direkt aus Agorapulse auf Nachrichten und Kommentare aus verschiedenen Netzwerken antworten, ohne jede Plattform einzeln aufrufen zu müssen.
- Erweiterte Analysefunktionen: Agorapulse bietet detaillierte Performance-Berichte, die als PDF exportiert oder direkt mit dem Team geteilt werden können.
- Zertifizierungen und DSGVO-Konformität: Das Unternehmen betreibt sein eigenes Trust Center und legt Wert auf hohe Datenschutzstandards.
- Kosten: Die Standard-Version kostet ca. 79 €/Monat für 2 Nutzer, was es zu einer hochwertigen, aber etwas teureren Option macht.
Kalender- und Terminbuchungssysteme – Europäische Alternativen zu Calendly
Online-Terminplaner wie Calendly helfen dabei, Meetings, Kundentermine und interne Abstimmungen zu organisieren, ohne lange E-Mail-Ketten oder umständliche Telefonate führen zu müssen. Gerade für Teams, die häufig verschiedene Zeitzonen koordinieren oder Kunden in ganz Europa haben, ist der automatische Abgleich von Terminvorschlägen ein großer Vorteil. Dennoch kommen diese Plattformen oft aus den USA, was bei sensiblen Daten nicht selten zu Datenschutzfragen führt. Für Unternehmen, die sich an europäische Standards halten und mehr Kontrolle über ihre Daten behalten möchten, gibt es jedoch eine Reihe geeigneter Alternativen.
Tool | Herkunft | Fokus | Datenspeicherung | Besonderheit |
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Tutanota Calendar | Deutschland | In E-Mail-Dienst integrierter Kalender | Hosting in DE, DSGVO-konform | E2E-verschlüsselt, ideal in Kombination mit Tutanota-Mail |
Calendar.online | Deutschland | Gemeinsamer Online-Kalender für Teams | EU-Hosting, DSGVO-konform | Einfache Verfügbarkeitsfreigabe, keine automatische Terminbuchung |
fruux | Deutschland | Open-Source-Framework (CalDAV/CardDAV) | Selbsthosting oder Server in DE | Hohe Flexibilität, technisch anspruchsvoller |
Tutanota Calendar: Sichere Vernetzung in Deutschland
Tutanota ist vor allem durch seinen verschlüsselten E-Mail-Dienst bekannt, der in Deutschland gehostet wird und auf Datenschutz großen Wert legt. Mit dem Tutanota Calendar wird dieser Ansatz auf den Terminbereich ausgeweitet. Termine werden ebenfalls Ende-zu-Ende-verschlüsselt gespeichert und synchronisiert. Für Anwender, die bereits Tutanota-Mail nutzen, ist das Kalender-Feature eine naheliegende Ergänzung: Man bleibt innerhalb eines einheitlichen Systems, das sämtliche Daten innerhalb Europas verarbeitet. Auch hier liegt jedoch der Schwerpunkt eher auf klassischer Terminverwaltung als auf umfangreichen Buchungsfunktionen im Stil von Calendly.
Calendar.online: Vielseitiger Team-Kalender aus Deutschland
Calendar.online möchte primär den Arbeitsalltag in Teams vereinfachen. Statt einzelne Nutzer auf verschiedene Plattformen zu verteilen, können sich alle Beteiligten in einem gemeinsamen Kalender organisieren und gegenseitig ihre Verfügbarkeiten einsehen – wahlweise in Form von „frei“ oder „belegt“, ohne Details preisgeben zu müssen. Diese Einstellungsmöglichkeiten erleichtern die Zusammenarbeit, gerade wenn Projekte zeitkritisch sind oder viele Personen beteiligt sind. Das Tool ist intuitiv gehalten und lässt sich sofort in den Tagesablauf integrieren. Für Unternehmen, die vor allem eine zuverlässige Teamlösung suchen und zugleich Wert auf europäische Datenhaltung legen, bietet Calendar.online eine gelungene Kombination aus praktischer Handhabung und DSGVO-Konformität.
fruux: Für technisch versierte Anwender mit Open-Source-Fokus
fruux ist ein deutscher Anbieter, der auf offene Standards (CalDAV und CardDAV) setzt, um Kalender- und Kontaktdaten zu synchronisieren. Dabei liegt der Charme von fruux in seiner Flexibilität: Unternehmen oder IT-affine Nutzer können eigene Server nutzen oder die Daten direkt mit vorhandenen Lösungen verknüpfen. Dadurch bleibt die volle Kontrolle im Haus, ohne dass man auf eine externe Cloud angewiesen ist. Für weniger technikbegeisterte Anwender kann fruux allerdings etwas komplex erscheinen, da es keine so ausgefeilte Benutzeroberfläche bietet wie manche Konkurrenten. Wer jedoch eine tiefe Integration in bestehende Systeme wünscht oder schlicht keinen US-Dienst einsetzen möchte, findet in fruux einen hochgradig anpassbaren Kalender-Service.
Lead Gen Marketing Forms Made in Europe
Wenn du als Marketing Manager täglich Formulare und Umfragen erstellst, hast du wahrscheinlich schon mal überlegt, ob Typeform oder JotForm die bessere Wahl ist – oder ob es sogar noch europäische Alternativen gibt. Beide Plattformen sind dir sicher geläufig: Typeform punktet mit ansprechenden, konversationellen Formularen, während JotForm ein echtes Kraftpaket ist, das vom einfachen Kontaktformular bis zum integrierten Shop alles abdecken kann.
Tool | Herkunft | Einsatzfokus | DSGVO-Konformität | Besonderheiten |
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Typeform | Spanien | Kurze, interaktive Formulare und Umfragen (Conversational Style) | Ja, speichert Daten in der EU | Hohe Conversion, sehr nutzerfreundlich, aber eingeschränkt bei komplexen Formularen |
JotForm | USA/Türkei | Umfassender Formularbau, inkl. E-Commerce-Funktionen, Approval-Prozesse | Ja, bei aktivierter EU-Server-Option | Sehr vielfältig (Shops, Logik, PDF-Generierung), etwas höhere Lernkurve |
SurveyLegend | Schweden | Umfragen und Fragebögen mit ansprechendem Design | Ja, Hosting in Europa | Fokus auf Umfragen, weniger Commerce-Funktionen |
Survio | Tschechien | Kundenzufriedenheits- und Marktforschungsumfragen | Ja, EU-Hosting | Zahlreiche Vorlagen, anpassbare Fragebögen |
forms.app | Estland | Formulare und Umfragen mit modernem Layout | Ja, laut Anbieter DSGVO-konform | Ähnelt Typeform im Stil, einfache Bedienung |
QUESTIONSTAR | Deutschland | Umfragen, Marktforschung, Kundenfeedback | Ja, deutsches Hosting | Spezialisiert auf detaillierte Umfrage- und Reporting-Funktionen |
LimeSurvey | Deutschland (Open Source) | Selbstgehostete Umfragen, keine Cloud-Lösung | Eigenes Hosting, DSGVO-konform | Vielseitig, aber komplexe Einrichtung, UI weniger modern |
Nextcloud Forms | Deutschland (Open Source) | Einfache Formulare in der Nextcloud-Umgebung | Selbstgehostet (on-premise) oder EU-Cloud-Hosting | Integration in Nextcloud, beschränkte Funktionspalette |
Mit Typeform fragst du immer richtig
Typeform hat seinen Sitz in Barcelona und zeichnet sich vor allem durch sein sogenanntes „conversationales“ Layout aus. Statt alle Felder auf einer Seite zu präsentieren, zeigt Typeform den Befragten nacheinander jeweils eine Frage, was den Eindruck eines geführten Dialogs erweckt. Diese Präsentation ist besonders nützlich, wenn du kurze Umfragen, Quizze oder schlanke Lead-Formulare erstellen möchtest und dabei auf eine hohe Interaktionsrate hoffst.
Für das Marketing bietet Typeform somit einen klaren Vorteil: Durch das unmittelbare, konzentrierte Ausfüllen der Fragen sinkt oft die Abbruchrate. Wer zum Beispiel ein schnelles Quiz zur Produktfindung oder einen knappen Fragebogen zur Newsletter-Anmeldung anbietet, profitiert von diesem Stil. Interessant sind auch die Reporting-Optionen, die Einblicke in Conversion-Raten und Abbruchstellen geben, sodass man Optimierungsschritte ableiten kann.
Typeform ist jedoch nicht unbegrenzt skalierbar: Bei großem Formularvolumen oder sehr komplexen Projekten kann der Ansatz, nur eine Frage pro Bildschirm zu zeigen, unhandlich werden. Zudem sind die Preise stark an die Anzahl der monatlichen Antworten geknüpft, was bei hohen Lead-Zahlen schnell ins Geld gehen kann. Für Marketer, die vor allem eine intuitive Lösung mit ansprechendem Look für überschaubare Kampagnen suchen, bleibt Typeform dennoch eine attraktive Wahl.
In sehr Performance-Orientierten Kampagnen haben wir mit Typeform extrem gute Ergebnisse einfahren können und so auch das Budget bei Instagram und Google erheblich reduzieren können – bei gleichbleibenden Leads. Schau dir eines unserer Projekte an, bei dem Typeform im Einsatz ist!
JotForm: Die flexibelste Lösung für umfangreiche Formulare
Im Gegensatz zum klar fokussierten Ansatz von Typeform präsentiert sich JotForm als echter Alleskönner. Unternehmen können hier nicht nur einfache Kontakt- oder Lead-Formulare bauen, sondern ganze Bestellabläufe, Online-Bezahlsysteme oder Umfragen mit komplexen Logiken und automatischen Weiterleitungen umsetzen. Ein beliebtes Szenario ist etwa die Kombination aus Produktfeldern, Preisberechnungen, Zahlungs-Gateways und automatisierten PDF-Bestätigungen an den Kunden. Diese Vielseitigkeit bringt naturgemäß eine etwas höhere Lernkurve mit sich, doch wer sich damit auseinandersetzt, wird schnell erkennen, dass JotForm nahezu jede denkbare Formular-Anforderung abdeckt.
Besonders im Hinblick auf Integrationen überzeugt JotForm: Zahlreiche Anbindungen an CRM-Plattformen wie Salesforce oder HubSpot, direkte Verknüpfung mit Cloudspeichern wie Google Drive oder Dropbox und die Möglichkeit, via Zapier oder Integromat (Make) weitere Tools zu verbinden, machen dieses Werkzeug sehr mächtig. Interessant für Marketing-Teams ist zudem die White-Label-Funktion, bei der sämtliches JotForm-Branding aus Formularen entfernt und eine eigene Domain genutzt werden kann. Das Tool ist global verfügbar, ermöglicht aber explizit eine Speicherung von Daten auf EU-Servern (Frankfurt). Hier ist es wichtig, beim Einrichten den entsprechenden Modus zu aktivieren, damit die Daten DSGVO-konform in Europa bleiben.
Europäische Alternativen zu Squarespace und anderen Website Anbietern und Hosting in Europa
Zwar sind amerikanische Baukästen wie Squarespace oder Wix weit verbreitet, doch es gibt in Europa verschiedene Alternativen, die sämtliche Hosting-Prozesse in der EU abwickeln und damit datenschutzrechtlich einfacher handhabbar sind. Wer nicht jede technische Einzelheit selbst regeln will, bekommt zudem bei vielen Anbietern den gleichen Komfort wie bei einem US-Baukasten – inklusive Drag-and-Drop-Editor, vorgefertigter Vorlagen und automatischer Wartung.
Anbieter/System | Herkunft | Baukasten / CMS / Hybrid | Hosting-Standort(e) | Besonderheiten |
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Jimdo | Deutschland | Website-Baukasten | Rechenzentren in Europa | Einfache Bedienung, geeignet für kleine bis mittlere Projekte |
IONOS MyWebsite | Deutschland | Baukasten mit Hosting-Service | Server in Deutschland / EU | Nahtlose Integration in IONOS-Ökosystem, eigene E-Mail-Adressen, leicht erweiterbar |
Strato / One.com | Deutschland / Dänemark | Eigenes Baukasten-System | Serverstandorte innerhalb der EU | Vorgefertigte Vorlagen, SSL-Zertifikate, E-Mail-Angebote |
WordPress (ohne Page-Builder) | Open Source, Ursprung in den USA | CMS mit Hosting nach Wahl | Abhängig vom gewählten Anbieter (z. B. Deutschland, Frankreich, Schweiz) | Höchste Flexibilität, riesiger Plugin-/Theme-Markt, erfordert Wartung |
WordPress + Elementor | Open Source CMS + Page-Builder | Kombination aus freiem CMS und Drag-and-Drop-Editor | Hosting in der EU möglich (z. B. IONOS, Raidboxes, Hostinger etc.) | Nahezu grenzenlose Anpassbarkeit, WordPress-Freiheit + komfortabler Editor |
Jimdo: Website-Baukasten aus Deutschland
Jimdo ist einer der bekanntesten europäischen Anbieter und hat seinen Hauptsitz in Hamburg. Das System richtet sich besonders an kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Inhalte unkompliziert pflegen wollen. Jimdo bietet eine intuitive Oberfläche, verschiedene Designvorlagen und einen integrierten Editor für alle wichtigen Seitenelemente – bei Bedarf lässt sich das Layout dennoch anpassen. Die Hosting-Server stehen in Europa, wodurch die Einhaltung der DSGVO vereinfacht wird. Wer keinen externen Mail-Anbieter verwenden möchte, kann zudem professionelle E-Mail-Adressen über Jimdo beziehen. Für Shops oder Blog-Funktionen stehen passende Pakete bereit, sodass sich kleine E-Commerce-Projekte ohne große Programmierkenntnisse umsetzen lassen.
Jimdo kommt leider was Performance und Features angeht mittlerweile nicht mehr bei den anderen Anbietern hinterher. Die Websites, die wir kennen und die mit Jimdo erstellt wurden, sind durch die Bank schlechter – und durch die begrenzten Möglichkeiten können wir sie selten retten. Für die Website vom Bäcker nebenan reicht es aber allemal.
IONOS MyWebsite: Europäisches Komplettpaket
IONOS (ehemals 1&1) zählt zu den größten Hosting-Providern in Europa. Mit „MyWebsite“ bieten sie eine Baukastenlösung, die sich an Personen richtet, die zwar wenig Zeit haben, aber eine professionelle Internetpräsenz benötigen. Anders als bei manchem US-Dienst kann bei IONOS der genaue Standort der Server (z. B. in Deutschland) gewählt werden, was aus Datenschutzsicht ein großer Vorteil ist. Die Plattform bringt verschiedene Vorlagen für Branchen wie Gastronomie, Handwerk oder Dienstleistungen mit. Ein weiterer Pluspunkt ist die Integration in andere IONOS-Leistungen: Wer etwa Domains, E-Mail-Konten und Cloudspeicher bereits bei IONOS hat, bekommt eine zentrale Verwaltungsoberfläche. Allerdings ist der Baukasten in puncto Funktionsvielfalt nicht ganz so flexibel wie manche Open-Source-Lösung, sodass stark individualisierte Designs mit hohem Programmierbedarf eher andere Systeme erfordern.
Strato, One.com & weitere EU-Hosts mit Site Buildern
Strato (ebenfalls aus Deutschland) oder One.com (Herkunft Dänemark) sind Beispiele für europäische Webhosting-Unternehmen, die eigene Baukastensysteme anbieten. Diese Tools erinnern konzeptionell an gängige US-Plattformen, bieten aber den Vorteil, dass sämtliche Hosting-Leistungen in Rechenzentren innerhalb der EU laufen. Einsteigerfreundlichkeit steht auch hier im Vordergrund: Vorgefertigte Seitenlayouts, einfache Bildgalerien, Formularerstellung und SEO-Grundfunktionen sind meist schon enthalten. Wer in kleinen Schritten eine Webseite aufbauen will, kann damit relativ schnell online gehen. Typische Hoster-Pakete umfassen zudem SSL-Zertifikate, E-Mail-Adressen und regelmäßige Backups, was für viele kleine Betriebe völlig ausreichend ist.
WordPress mit europäischem Hosting als Alternative
Wenn Baukästen die Anforderungen nicht erfüllen, kann WordPress (ggf. kombiniert mit einem visuellen Editor wie Elementor) eine gute Alternative sein. Das System ist Open Source und kann bei einem europäischen Provider gehostet werden. Damit behält man – anders als bei einem starren Baukastensystem – mehr Freiheit bei Design, Plug-ins und Funktionen, muss jedoch auch etwas mehr Pflegeaufwand einplanen. Wer sich um Updates oder Backups nicht selbst kümmern will, kann sogenannte „Managed WordPress“-Tarife buchen, bei denen das Hosting-Unternehmen (z. B. Raidboxes in Deutschland, Infomaniak in der Schweiz oder Hostinger in Litauen) wichtige Wartungsaufgaben übernimmt. So bleibt der Website-Auftritt flexibel und gleichzeitig auf europäische Datenschutzanforderungen zugeschnitten.
Meinung: Es steht gar nicht so schlecht um die europäischen Alternativen im Software Bereich, aber...
Viele der Bereiche, die wir hier angeschnitten haben, warten mit guten Lösungen made in Europe auf. Typeform zum Beispiel ist der Goldstandard im Lead Gen, während die europäischen Newsletter Tools MailChimp und Co. in Nichts nachstehen. Ein Wechsel zu europäischer Software innerhalb der Unternehmen tut eher durch die Umstellung selbst weh, wenn Prozesse geändert, Integrationen neu programmiert oder Exporte angestoßen werden müssen.
So können wir die Abhängigkeit im Marketing von Amerikanischen Plattformen und Tools verringern. Aber: Nach wie vor gibt es keine passable Alternative zu Google Ads oder auch zu Facebook und Instagram Marketing in Europa. Man kann zwar, sofern man die Ressourcen und das finanzielle Risikopolster hat, neue Marketing-Strategien entwickeln um die Abhängigkeit von Performance Kanälen zu mindern. Solange wir als Endkunden weiter auf Insta und Co. unsere Zeit verbringen, haben wir im MArketing keine andere Wahl als die laxen Datenschutzbestimmungen der Plattformen auszunutzen – weil es keine Alternative gibt. Vor allem nicht für die kleinsten Unternehmen und Selbstständige, die sich keine verschachtelten Marketing-Strategien leisten können.